Wir tragen mit Stolz und Freude die kostbare Nidwaldner Tracht, die sich im Privatbesitz jedes einzelnen Mitgliedes befindet. Kosten einer Frauentracht: ca. Fr. 7000.-

Die Frauen tragen die Bauern-Sonntagstracht (entstanden um 1850) mit den steif gebügelten Ärmeln. Bei dieser Tracht trägt die verheiratete Frau die Schaufel im Haar und die ledige Frau die rote Zipfe mit dem Filigran-Pfeil. Oder sie tragen die Empire-Tracht (entstanden um 1800) mit den Puffärmeln. Bei dieser Tracht trägt die verheiratete Frau die Haube (unter der Haube). Beide Trachten bestehen aus handgewebten Wollstoffen, die Stickereien auf Seide sind von Hand gestickt (Gartenblumen, oft sind es Rosen), der Filigran-Schmuck ist ebenfalls Handarbeit.

Die Männer tragen das Hirthemd (entstanden um 1800, schwarz seit 1880). Das wollene Hirthemd mit der reichen Bergblumen-Stickerei auf Samt ist schweizweit bekannt. Der ledige Mann zeigt mit dem roten heraushängenden Nastuch (Fazeneetli) dass er noch ledig ist, während es der verheiratete Mann verstecken muss.

Zu jeder Tracht (männlich und weiblich) gehört der Grüne Reissack. Er war einst als Proviant- und Reisesack gebraucht worden, allerdings in grösserer Form. Dieser Reissack kennzeichnet uns als typische Nidwaldner Trachten; deshalb werden wir von den Nachbarskantonen “die Reissäckler” genannt.